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Updates am Sonntag

Heute neu bei channelthing:

  • Quicksilver-ähnliche Suche für Companies und Channels
  • Einfache Einbindung von Bildern, Videos und mehr über einen Link

Quicksilver-ähnliche Suche für Companies und Channels Ein besonderer Leckerbissen für channelthing-Benutzer mit vielen Companies und Channels ist heute online gegangen: Eine Quicksilver-ähnliche Suche für den rasanten Kontextwechsel. Die Taste <Strg> bzw. <ctrl> öffnet nun ein Suchfenster, in dem bereits wenige Zeichen ausreichen, um einen Channel oder eine Company auszuwählen.
Die Liste der Suchergebnisse könnt ihr mit den “Pfeil hoch”- und “Pfeil runter”-Tasten durchgehen und mit wechselt ihr zum jeweiligen Channel oder der Company.


Einfache Einbindung von Bildern, Videos und mehr über einen Link

Um ein Video von Youtube in einen Channel zu werfen genügt nun einfach ein Link zur Video-Seite. Ebenso können auch Bilder von Flickr oder sogar Gists von Github nun direkt über einen Link eingebunden werden. channelthing unterstützt derzeit Links zu den folgenden Services:

  • Amazon
  • Flickr
  • Gist Github
  • Google Maps
  • Google Video
  • Myspace Video
  • Qik
  • Sevenload
  • Slide Share
  • Twitter
  • Viddler
  • Vimeo
  • YouTube
  • TwitPic

Wir hoffen euch gefällt’s und freuen uns auf Feedback!

CSCW in a nutshell

Computer Supported Cooperative Work

Dieser Text mag sehr wissenschaftlich klingen – aber er ist berechtigt, da ich über Channelthing als ein Kooperationstool schreiben möchte – und ja, wir bewegen uns dann zwangsweise in der Domäne der Computer Supported Cooperative Work (CSCW). Wenn man über Kooperationstools im Web liest, wird auch der Begriff der Internet Supported Cooperative Work (ISCW) angesprochen [1], auf eine solch detalliertere Unterscheidung soll in diesem Text allerdings verzichtet werden, da ich zunächst Grundlagenwissen aufrollen möchte. Das Wissensgebiet der CSCW wird nach Judith Bishop definiert als “[...] the study of how people use technology, with relation to hardware and software, to work together in shared time and space.” Es ist kurzum eine Lehre, um ein Verständnis über Gruppenaktivitäten zu erlangen und entsprechende computerbasierte Tools dafür einzusetzen, diese Aktivitäten zu unterstützen. Zu solchen Tools zählen viele Devices unseres alltäglichen Lebens: das Telefon, Email, etc. Doch um jetzt Tools zu implementieren, die jene Gruppenaktiviät wirklich unterstützen, möchte ich ein essenzielles Modell vorstellen, das CSCW-Anwendungen charakterisiert.: Das CSCW-Quadranten-Modell

Die Dimensionen der CSCW-Quadranten: Raum und Zeit

Grundliegende Parameter der Kommunikation zwischen Gruppenmitgliedern ist die Zeit und der Ort. Mit den vier CSCW-Quadranten differenziert man verschiedene räumlich oder zeitlich ge- oder entkoppelte Kooperationssituationen:

Space and Time as dimensions of distributed collaborative work

Das zu unterstützende Tool sollte je nach Anwendungsdomäne bestimmte Quadranten in diesem Modell abdecken (einen oder auch alle). Der Vorteil von CSCW-Applikationen, die alle vier Bereiche abdecken, ist die Abdeckung vieler Kooperationssituationen, die in alltäglichen Projektarbeiten aufkommen. Daraus ergibt sich aber auch der Nachteil bezüglich der zu benutzenden Anwendung: die Komplexität. Aufgrund verschiedener Merkmale von Channelthing (zugrunde liegende Webtechnologie, kein Expertenwissen der User bezüglich Webapplikationen, Vermeidung zu hoher Komplexität der Anwendung) haben wir Channelthing insofern eingegrenzt, als dass wir grundsätzlich das asynchrone Arbeiten unterstützen wollen.

Nichts ist kompliziert

Das Modell klingt/sieht sehr einfach und selbsterklärend aus – und das ist es auch. Ich möchte jedoch verdeutlichen, dass eine Betrachtung solcher Modelle eine Basis für die Entwicklung von Tools zur Kooperationsunterstützung notwendig ist, um entsprechende funktionale oder nicht-funktionale Anforderungen der zukünftigen CSCW Applikation aufzudecken, diese mit den Usern zu validieren und letztenendes eine für die User in einem bestimmten Arbeitskontext zugeschnittene Applikation zu entwerfen und zu entwickeln.

Das Quadranten-Modell ist bei weitem nicht das einzige, dass zu einer Analyse herangezogen werden kann. Es können weitere Kriterien anhand eines Systemvergleichs herangezogen werden (funktionale, architektonische und zeitliche Kriterien) [1] oder z.B. der Intensitätsgrad der Zusammenarbeit innerhalb einer Gruppe untersucht werden (3K-Modell) [2].

Für weitere Informationen möchte ich auf folgende Literatur verweisen:

[1] http://polelo.cs.up.ac.za/papers/CSCW%20survey-saicsit2006.pdf

[3] http://jungla.dit.upm.es/~saguirre/publications/CollaborateCom2006_2.pdf

[3] http://www.rppr.de/infopool/groupware/node12.html

und http://server02.is.uni-sb.de/courses/wiki/CSCW

Es geht weiter

- und diesmal auf deutsch, da dieses Weblog künftig zweisprachig fortgeführt wird. So ist’s wohl einfacher unsere Idee eines themen- und diskussionsreichen Weblogs zu verwirklichen: Denn nicht die technischen Updates zu channelthing sollen hier künftig im Vordergrund stehen, vielmehr möchten wir uns aus dem so umfassenden Themengebiet team collaboration immer mal wieder einen Aspekt herauspicken, der uns bei der Entwicklung von channelthing besonders beschäftigt hat.

Dies können mitunter ganz grundlegende Dinge sein, wie die Beschreibung und Analyse realer Team-Workflows, so wie wir sie in unserem Umfeld beobachtet und im Konzept berücksichtigt haben. Auch über unser Interface Design möchten wir gern diskutieren, von technischen Details einzelner Funktionen berichten oder einfach mal die Überwindung konzeptioneller Hürden feiern.

Die Entwicklung von channelthing ist aufregend – zu aufregend, um einfach nicht darüber zu bloggen. :)